Bürgerinitiative „Steinhof als Gemeingut erhalten und gestalten“

„Für die Ärmsten das Schönste“, dieses Motto des Erbauers,
sollte auch weiterhin Maßstab für die Zukunft des
Otto Wagner Spitals am Steinhof sein.

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GESIBA

veröffentlicht am 7. November 2013 | von Wolfgang Veit

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Berichtserstattung vom 7.11.13 – unsere Sicht der Dinge

Stellvertretend für viele Artikel in allen großen Tageszeitungen sei der aus der Wiener Zeitung zitiert.

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/stadtpolitik/585493_So-solls-am-Steinhof-ausschauen.html

Was von unserer Seite dazu zu sagen ist:

In einem Gelände, in dem nach Auszug des Spitals 60 Gebäude ihre Nutzung verlieren werden, ist Neubau nicht das dringendste Gebot, sondern die Suche nach neuen Nutzungen und Nutzern.

Trotzdem wurden für den Osten des Geländes, den ehemaligen Wirtschaftsteil mögliche Bauflächen und ihren Bebauung ausgelotet. Die jetzt gefundene Lösung ist architektonisch sicher unvergleichlich besser, als das vorher Geplante und stellt auch einen Kompromiss bezüglich der Baumasse dar (ursprünglich waren in einem ersten Schritt 600 Wohnungen geplant). Dass überhaupt gebaut werden soll, ist bedingt durch Fehler der Vergangenheit. Da wurden Grundstücke an die GESIBA und VAMED mit dem Recht zu bauen verkauft. Der VAMED-Bau ist fertig und wird mittlerweile unbestritten als Fehler und Verabsäumung von Planung und Gestaltung erkannt.

Für die Wohnbaugesellschaft GESIBA sind Rechte entstanden, auf die zu verzichten sie offenbar nicht bereit ist. So mussten die Architektenteams dieser Vorgabe entsprechend die als Untergrenze ausbedungene Nutzfläche möglichst ensembleverträglich planen. Auch wenn die Entwürfe sich deutlich besser in das historische Ensemble einfügen, wäre eine Überprüfung auf Kompatibilität mit der angestrebten Erklärung zum Weltkulturerbe wünschenswert.

Für uns als Bürgerinitiative steht der viel größere Rest der Anlage im Vordergrund.

  • Der zur Zeit geltenden Bebauungsplan würde eine Bautätigkeit erlauben, die das größte zusammenhängende Jugendstilensemble Österreichs und Mitteleuropas unwiederbringlich zerstören würde. Das muss durch eine Reduktion des Bebauungsmöglichkeiten auf den Bestand verhindert werden ! Das fordern mit uns auch die von der Stadt Wien beauftragten ExpertInnen
  • Neue Nutzer und Nutzungen für die Zeit nach Auszug des Spitals (bis 2024 vorgesehen) müssen gefunden werden. Die Suche muss ehebaldigst begonnen werden !
  • Nie Nutzung der im Osten geplanten Neubauten ist vorläufig offen. Eine Nutzung, die in Zusammenhang mit dem restlichen Teil der Anlage steht, ist wünschenswert; insbesondere weil evtl. neuen Nutzungen der historischen Pavillons Ergänzungsbauten erfordern, die wegen des Denkmalschutzes im unmittelbarer Nähe der Pavillons nicht errichtet werden können. Dies Flächen bzw. die nun gefundenen Baukörper im Osten, sollten daher als Reserve betrachtet werden.
  • Die Errichtung von Wohnungen, auch wenn es genossenschaftliche Mietwohnungen sein sollten, stellt eine Form der Privatisierung dar, die von uns abgelehnt wird, weil es den bisherigen Charakter den Anlage als öffentliche, dem Gemeinwohl dienende Einrichtung, die als solche erhalten werden sollte, entgegensteht.


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