Bürgerinitiative „Steinhof als Gemeingut erhalten und gestalten“

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Stadt Wien Versammlung Steinhof

veröffentlicht am 13. Februar 2014 | von Bürgerinitiative Steinhof

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5 Fragen an die Stadt Wien

Bürgerversammlung 11.02.2014, 5 Fragen an die Stadt Wien:

1. Ist sich die Stadt Wien dessen bewusst, dass die Aufgabenbeschreibung für das Testplanungsverfahren lautete „ Nutzungsreserven“ , d.h. eventuelle Baulandreserven zu eruieren ?

2. Ist sich die Stadt Wien dessen bewusst, dass Nutzungs- bzw. Baulandreserven per Definition nicht dafür geeignet sind, im Vorfeld durch den Bau von Privatwohnungen aufgebraucht zu werden ?

3. Ist sich die Stadt Wien dessen bewusst, dass die angestrebte langfristig entwicklungsfähige Nachnutzung des Gesamtareals eben diese Baulandreserven benötigt ?

4. Ist sich die Stadt Wien dessen bewusst, dass im Rahmen des Testplanungsverfahrens durch die Architektenschaft ausschließlich nutzungsflexible Gebäudeformen geplant wurden? Sowohl Punkt 1. Der Empfehlungen des Expertengremiums wie auch die Aufgabenbeschreibung zum Testplanungsverfahren weisen explizit darauf hin, dass neu zu errichtende Gebäude in funktionalem Zusammenhang mit dem Gesamtareal gesehen werden müssen.

5. Ist sich die Stadt Wien dessen bewusst, dass daher zu allererst ein Gesamtnutzungskonzept mit Raumzuteilungen erfolgen muss, um diesen Anforderungen und der dahinter stehenden Logik gerecht zu werden ?

Ich ersuche um mündliche und schriftliche Beantwortung meiner Fragen.

Christine Muchsel, BI Steinhof

Mail: christine.muchsel@aon.at

Fragen, die bei der Bürgerversammlung gestellt wurden, auf deren Beantwortung nicht nur Frau Muchsel wartet.

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Weitere Fragen:

Zum Ergebnis der Entwicklungsplanung:

Fragen an:

MA 21, KAV, GESIBA mit dem Ersuchen um schriftliche Beantwortung:

1. Warum sind nun doch zwischen Totenkapelle (Pathologie) und dem überdimensionalen VAMED Bau zwei der geplanten viergeschoßigen Wohntürme vorgesehen?

In den Sitzungen haben sich drei der sechs Architektenteams sowie die beigezogene Kunsthistorikerin Prof. Plakolm von der TU für ein Freihalten dieses sensiblen Bereichs von einer weiteren Verbauung ausgesprochen.

2. Das von den Architekten vorgeschlagene Bebauungsschema sieht als nördlichstes Objekt einen Bau mit kammförmigem Grundriss vor. Nach dem bereits 2012 verbücherten Teilungsplan, in dem der Osten („Wirtschaftsareal“) vom Reste der OWS Anlage abgetrennt wurde, liegt dieses Gebäude auf einem als Trennstück A8 bezeichneten Areal. Nach den Informationen aus der Mediation ist dieses Areal A8 nicht vom Vorkaufsrecht der GESIBA umfasst.

Was soll dieses Gebäude sein? Wie hoch ist es? Auf Grund der Hanglage würde hier ein viergeschossiger Bau alle Pavillons überragen. Der Bauplatz A8 trägt laut 2012 verbüchertem Teilungsplan die Widmung Grünland/Parkschutzgebiet. Die 2006 festgelegte besondere Bebauungsbestimmung BB9 führt diese Widmung allerdings ad absurdum, da sie für diesen Bauplatz eine Verbauung von 40% bei einer Traufenhöhe von 14m zulässt.

3. Frage: Stimmt es, dass dieses Areal A8 (siehe Punkt 2) nicht vom Vorkaufsrecht der GESIBA umfasst ist? Was soll in dieser Hanglage hier entstehen?

Derzeit befindet sich hier ein später hinzugekommener eingeschossiger Geräteschuppen, der dem Forstamt, der die Anlage betreut, zuzurechnen ist.

4. Ist seitens der GESIBA eine neue Bauplatzeinteilung vorgesehen, bzw gibt es diese bereits?

Dr. Johanna Kraft

BI Steinhof

johanna.kraft@chello.at

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Anlässlich der Vorinformation der Bürgerinitiativen über die Ergebnisse des Entwicklungsplanungsverfahrens in den Räumen der MA 21 wurde uns versichert, dass das OWS Ostareal durch eine einzige Durchfahrt beim Pförtnerhäuschen in der Reizenpfenninggasse erschlossen werden wird und sämtliche anderen Durchbrüche und Einfahrten durch die historische Mauer im Bereich der Reizenpfenninggasse wieder geschlossen werden sollen.

Frage: Durch welche Massnahmen wird garantiert, dass dieser Forderung der Experten Rechnung getragen wird.

Univ.Prof. Helmut Schauer


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3 Responses to 5 Fragen an die Stadt Wien

  1. Georg Becker says:

    DANKE für die Möglichkeit die dringenden und wichtigen Fragen hier bequem nachlesen zu können.

    HOFFE, die (2.) Petition gem. LGBl. 2/2013 (Art. I)
    „Rettung des Steinhofensembles, keine Wohnbauten“
    erhält in Kürze die erforderlichen “ > 500 “ Unterstützungen,
    damit sich der Gemeinderats-Ausschuss mit seinen 15 Mitgliedern
    (und ebensovielen Ersatzmitgliedern)
    bald intensiver damit befassen kann.
    ( Er nennt sich „für Petitionen und Bürgerinitiativen“. –
    Er hat eine Vorsitzende und drei Stellvertreter_innen. )

  2. kritischer Wechselwähler says:

    gibt es auf diese Fragen schon irgendeine Reaktion?
    werden die Antworten dann auch hier veröffentlicht?

  3. Johanna Kraft says:

    Auf meine konkreten und, wie ich meine, auch klar formulierten Fragen gibt es leider bis jetzt keine Reaktion, mündlich wurden sie in der Bürgerversammlung nicht beantwortet.
    Ich habe sie an die Vertreterinnen der MA 21, des KAV und Frau Dr. Kickert auch schriftlich übergeben und um schriftliche Beantwortung ersucht. Der GESIBA, da sie bei der Versammlung nicht vertreten war, habe ich die Fragen per Mail zugestellt und um Beantwortung ersucht.

    Gerne werde ich die Antworten (so ich welche bekomme) dann veröffentlichen.

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