Bürgerinitiative „Steinhof als Gemeingut erhalten“

„Für die Ärmsten das Schönste“, dieses Motto des Erbauers,
sollte auch weiterhin Maßstab für die Zukunft des
Otto Wagner Spitals am Steinhof sein.

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veröffentlicht am 6. Juli 2015 | von Dr. Johanna Kraft

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„Baumschutz am Abstellgleis“: ein beliebter Fällungsgrund ist das „Erreichen der natürlichen Altersgrenze“

Im Mitteilungsblatt der „Grünen Landstraße“, Ausgabe 2/2015, geht Bezirksvorsteherstellvertreterin Eva Lachkovics mit den Genehmigungen für Baumfällungen in Wien hart ins Gericht. Auf Grund von Gutachten des Baumschutzreferats sei dafür allein das magistratische Bezirksamt zuständig. Oft gäbe es wortidente Begründungen, es sei seltsam, dass plötzlich alle Bäume an derselben Krankheit leiden sollten. Ein beliebter Fällungsgrund sei auch das „Erreichen der natürlichen Altersgrenze“. Diese Grenze sei aber ein Durchschnittswert, von einzelnen Bäumen werde er weit überschritten. Wenn man einen Baum loswerden wolle, wird dieses Argument sehr häufig verwendet. Oft erschienen die gefällten Baumstämme und Stümpfe völlig gesund. Des Eindrucks könne man sich nicht erwehren, dass hier viele Bäume einfach „auf Wunsch“ eines Bauwerbers gefällt würden. Bautätigkeit ginge immer vor, ein krasses Beispiel finde man derzeit bei den Zubauten im Elisabethspital. Ums Geld ginge es immer, die Baulobby mache Druck, dass das Baumschutzgesetz so lasch bleibt oder noch lascher wird.

Der Vergleich mit den geplanten Baumfällungen in Steinhof für die schon in Ausarbeitung befindlichen Baumaßnahmen im Osten der Steinhofanlage drängt sich auf. Hunderte Baumpaten wollen die grüne Lunge dieser einmaligen Jugendstilanlage erhalten. Wie wichtig ein gewachsener Baumbestand ist, kann man in der derzeitigen Hitzeperiode von 37 Grad Celsius in der Stadt ermessen. Gute Luft, CO2 Reduktion und vor allem die Temperaturregulation durch alten Baumbestand interessiert aber weder die Baulobby – noch anscheinend das Umweltressort der Stadt, meint Eva Lachkovics.


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