Bürgerinitiative „Steinhof als Gemeingut erhalten und gestalten“

„Für die Ärmsten das Schönste“, dieses Motto des Erbauers,
sollte auch weiterhin Maßstab für die Zukunft des
Otto Wagner Spitals am Steinhof sein.

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Bürgerbeteiligung

veröffentlicht am 12. Februar 2014 | von Wolfgang Veit

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BürgerInnenversammlung am 11.2.14

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Die zweite Bürgerversammlung im 14. Bezirk war wieder bestens besucht obwohl kaum Werbung dafür gemacht worden war.

Das bemühen der Bezirksvorsteherin Kalchbrenner um eine öffentliche Diskussion ist sehr anzuerkennen, unverständlich ist, und das wurde bei der Veranstaltung schärfstens kritisiert, dass der 16. Bezirk unter Führung des Bezirksvorstehers Prokop so tut, als ginge ihn die Angelegenheit nichts an. Das Gebiet liegt hart an der Grenze zum 16. und der Verkehr kann nur über den 16. Bezirk durch ein jetzt verkehrsberuhigtes Wohngebiet abgewickelt werden. Damit ist es dann wohl vorbei.

Interessant ist, dass der Vertreter der SPÖ meinte, es habe in den 3 Jahren, seit die BI aktiv ist, ein Umdenken stattgefunden; man sei von einem Verwertungskonzept ausgegangen, wogegen jetzt die Erhaltung im Vordergrund stehe und selbstverständlich müsse erst ein Nutzugskonzept her, bevor über eine Verbauung im Osten entschieden werden könne.

Ist ihm, der zum ersten Mal bei einer solchen Veranstaltung aufgetreten ist, ein logischer Gedanke von der Zunge gerutscht ?

Bisherige Argumentationslinie der Stadtregierung war ja:

Erst muss gebaut werden, dann kann der Rest des Gebietes gerettet werden,

Erst muss gebaut werden, dann kann nachgedacht werden, was im der gesamten Anlage geschehen soll.

Es würde uns freuen, wenn der Ausspruch nicht ein Versehen war, sondern einen Umdenkprozess andeutet, einen Schwenk zu einer vernünftigen Vorgangsweise.

Beeindruckend war auch des Kurzreferat von Frau Dr. Led, Oberärztin der Psychiatrie im OWS, die zwar nicht als Spitalsmitarbeiterin sprechen konnte (über ihr beruflich bezogenes Wissen dürfen Magistratsbedienstete nicht sprechen – ein typischer Beweis für den Nachholbedarf an Bürgernähe und Demokratie bei der Stadt Wien), die aber als Staatsbürgerin und Ärztin ihrer inneren Verpflichtung zur Weitergabe von Fachwissen und zur Warnung vor Fehlentwicklungen nachgekommen ist:

In aller Welt entstehen Kompetenzzentren für medizinische Spezialdisziplinen.

Psychische Krankheiten sind laut WHO weltweit im Ansteigen

Betroffen davon sind alle Bevölkerungsschichten, alle Altersgruppen und Geschlechter,

ganz stark auch Jugendliche.

Der volkswirtschaftliche Schaden bei Nichtbehandlung ist enorm.

Die Behandlungsdauer ist länger als bei anderen Erkrankungen, dem entsprechend ist der Raumbedarf größer.

Die Behandlung erfolgt am besten in einer ruhigen reizarmen Umgebung,

Die pavillonartige Bauweise eignet sich zur Behandlung derartiger Erkrankungen bestens.

P.S.:

Im Zuge unserer Beschäftigung mit dem OWS hatten wir Gelegenheit vom Leiter des Krankenanstaltenverbundes das neue Wiener Spitalskonzept erläutert zu erhalten:

Alle fachlich spezialisierten Spitäler sollen aufgelassen werden.

Alle Pavillonspitäler sollen wegen der höheren Betriebskosten aufgelassen werden.

Es sollen 6 Schwerpunktspitäler + AKH entstehen, die jeweils alle Spezailabteilungen beinhalten.

Das gelte auch für die früher aus gutem Grund im Lufteinzugsbereich am Rande des Wienerwaldes angesiedelte Lungenheilstätte, denn heute sei die Luft in ganz Wien gut.

Wien ist anders, die Luft ist überall gut und Patienten für die Psychiatrie sind auch überall.


über den Autor

http://www.ci.or.at/videosclubinternational.html



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