Bürgerinitiative „Steinhof als Gemeingut erhalten“

„Für die Ärmsten das Schönste“, dieses Motto des Erbauers,
sollte auch weiterhin Maßstab für die Zukunft des
Otto Wagner Spitals am Steinhof sein.

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Otto Wagner Spital friedrich zawrel

veröffentlicht am 9. August 2015 | von Wolfgang Veit

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Wie die Wiener FPÖ einem NS-Opfer ins Ehrengrab spuckt

Diese Abwertung des Lebens eines Opfers von Steinhof, diese Akzeptanz der Urteile des nationalsozialistischen Unrechtssystems ist traurig und beschämend.
Es ist unmöglich die Vergangenheit ruhen zu lassen – sie ruht nicht.

Die Entgleisung zeigt, wie wichtig die von uns angeregte Gedenkstätte ist – als Bildungseinrichtung, zur Aufklärung jener, die nicht wissen, was geschehen ist, was wieder geschehen kann, wenn wir nicht mit historischem Wissen aufmerksam hinhören und wachsam sind.

 

Friedrich Zawrel


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One Response to Wie die Wiener FPÖ einem NS-Opfer ins Ehrengrab spuckt

  1. Robert Wais says:

    Alle Klein!!!! – und Schulkinder, die, aus welchen Grunde immer, in Gemeindepflege übernommen wurden, kamen zunächst in die Kinderübernahmestelle die als Auffangstation diente. Der einige Wochen dauernde Aufenthalt in dieser Sammelstation diente nicht nur der Quarantänisierung dieser Kinder in gesundheitlicher Hinsicht, sondern auch deren Beobachtung und allgemeiner Sichtung zum Zwecke der Festsetzung weitere Maßnahmen. Bei unzähligen Opfern der Nachkriegszeit reichte es schon Großfamilien angehörig zu sein. Diese Sippenhaftung war in der Zeit des Nationalsozialismus eine Terrormaßnahme gegen politische Gegner und deren Familien wurde aber im Nachkriegsösterreich angewandt. Als Asozial wurden die
    Heimkinder bis in die Siebziger Jahre in unzähligen wissenschaftlichen Dissertationen dargestellt. Die Speziell geschlossene Einrichtungen wurden nach dem Krieg anstandslos, Großteils mit demselben Personal weitergeführt. Einzig die Todesgefahr ist den Nachkriegsopfern erstmals erspart geblieben, erstmals da vielen Betroffenen die kinderverachtende Erziehungsgewalt jeglichen Lebenswillen geraubt hatte und sie frühzeitig aus dem Leben schieden. Kenne Fritz Zawrel Schicksal seit 1978 übrigens auch mein Dienstbeginn in der Pathologie des ehemaligen Steinhof. Meine Betrachtungsweise stellt sich als eine nicht so positive dar. Über die Zwangseinrichtungen den totalitären Institutionen, die nur den Zweck erfüllten bestandene gut verwertbare Systeme der Kontrolle zu übernehmen um sie dann in ihrem Sinne weiterzuführen zu können, könnte ich sie vielleicht als Betroffener 1960-1972 zu einer besseren Einsicht des geschehen bewegen. Hochachtungsvoll Robert Wais

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