Bürgerinitiative „Steinhof als Gemeingut erhalten“

„Für die Ärmsten das Schönste“, dieses Motto des Erbauers,
sollte auch weiterhin Maßstab für die Zukunft des
Otto Wagner Spitals am Steinhof sein.

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krankenhaus nord

veröffentlicht am 24. Dezember 2015 | von Wolfgang Veit

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Notfall Krankenhaus Nord: Planer heillos überfordert

Der unten stehende Kurier-Artikel beschreibt Fehler, die beim Bau des Krankenhauses Nord passiert sind.

http://kurier.at/wirtschaft/wirtschaftspolitik/notfall-krankenhaus-nord-planer-heillos-ueberfordert/170.562.601

Die Bürgerinitiative hat die Stadt beim OWS vor großen Fehlern bewahrt:

Fehler in der rot/grünen politischen Wertehaltung:
Die totale Privatisierung von 70 Hektar Parklandschaft mit geschlossen erhaltenem Jugendstilensemble war beschlossene Sache. Eine groß angelegte Enteignung unserer Gesellschaft stand unmittelbar bevor. Sie ist nicht erfolgt.

Finanzielle Fehler:

Das Areal hätte in einzelne Grundstücke aufgeteilt werden sollen. Nicht bedacht haben die damaligen PlanerInnen, dass die im Boden vergrabene Infrastruktur in Form von Ringleitungen angelegt ist und bei einer Aufteilung jedes Grudstück eigene Anschlüsse bekommen muss. Dass also ein Neubau der gesamten Infrastruktur nötig wäre, der mindestens so viel gekostet hätte, wie der Verkaufserlös ausgemacht hätte.

Kulturelle Fehler:

Das größte Jugendstilensemble Europas wäre durch An-, Ein-, Auf- und Umbauten vernichtet worden.

Sozialmedizinische Fehler:

Ein Krankenhaus, bestens geeignet für die Behandlung psychischer Leiden, wäre der Gesellschaft genommen worden (im Hörndlwald will die Stadt ein ebensolches in Naturnähe bauen).

 

All diese Fehler konnten bisher durch das Einschreiten der Bürgerinitiative vermieden werden. Der Abbruch der Gespräche mit der Bürgerinitiative stellt eine Missachtung dieser Leistungen und einen Akt der Überheblichkeit dar, der angesichts des Desasters beim Krankenhaus Nord, das den Ersatz für das OWS darstellen soll, nicht angemessen ist.

Das OWS wird also noch viel länger gebraucht.
Nutzen wir die Verzögerung um für das OWS ein tatsächlich gutes Konzept zu entwickeln!
Die Bürgerinitiative ist, wie schon bisher, bereit das Ihre beizutragen, Verbindugen zu ernsthaft am Gemeinwohl interessierten Personen und Institutionen herzustellen. Die Bürgerinitiative verfolgt dabei – im Gegensatz zu anderen Beratern – keine Eigeninteressen und hat im Lauf von mittlerweile 5 Jahren großes Wissen um die Anlage erworben und vielfältige Kontakte aufgebaut. Darauf seitens der politisch Verantwortlichen zu verzichten wäre leichtfertig und ein weiterer Fehler.

Das Thema OWS ist ein Projekt das in viele Bereiche der Politik und Verwaltung hineinreicht:
Gesundheit, insbesondere Therapie psychischer Krankheiten und alle Arten von Rehabilitation, Pflege, Geriatirie,
Stadtplanung,
Bezirksentwicklung,
Sozialwesen,
Bildung und Ausbildung vom Kinderarten bis zur Universität
Sport,
Naturschutz,
Denkmalschutz,
Kultur,
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.
Für jeden diese Aspekte ist mindestens eine Abteilung der bewundernswerten Vielfalt der Bürokratie zuständig. Die Kooperation dieser Bereiche ist bisher nur teilweise oder gar nicht gelungen. Sie nicht anzustreben wäre ein weiterer großer Fehler.

Wir laden die Stadt und eine „Koalition der Willigen“, BügerInen und ExpertInnen ein, mit uns an diesem großen Zukunftsprojekt OWS gemeinsam weiter zu arbeiten. Damit es von den Verantwortlichen nicht nur segmentiert sondern in seiner Gesamtheit und all seiner Komplexität und großen Bedeutung erkannt wird.

Weihnachten ist Wintersonnenwende, das Licht kehrt wieder, die Tage werden länger und heller, sicher auch die Hellsichtigkeit der Verantwortlichen.

In diesem Sinne allen, die mit dem OWS zu tun haben:

Schöne Weihnachten und ein gutes neues Jahr !

Wolfgang Veit und Christine Muchsel


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