Bürgerinitiative „Steinhof als Gemeingut erhalten und gestalten“

„Für die Ärmsten das Schönste“, dieses Motto des Erbauers,
sollte auch weiterhin Maßstab für die Zukunft des
Otto Wagner Spitals am Steinhof sein.

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CEU Steinhof-CEU

veröffentlicht am 1. November 2020 | von Bürgerinitiative Steinhof

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Nutzungszonen

Wir hatten ein Gespräch mit der WSE, die ja beauftragt ist, die Infrastruktur zu erneuern und Gebäude, die der CEU nicht zur Nutzung übertragen werden (Baurecht auf 100 Jahre) für andere Nutzer zu adaptieren. Wir hatten Gelegenheit unsere Vorstellungen darzustellen und haben diese im Anschluss auch schriftlich festgehalten:
Sehr geehrte Herren Scalet und Glawugger !
Danke für das freundliche Gespräch über Ihren Planungsauftrag und die Überlassung von Planungsunterlagen. Zu diesem Plan gleich eine Frage bzw. Anregung:
Rechts ist der Grünstreifen als „Park“ eingetragen, links nicht. Wir denken, beide Grünstreifen, sollten wegen ihrer gliedernden Funktion und wegen der Symmetrie der Anlage gleichwertig und gleichartig behandelt werden. (Siehe Beilage, Darstellung der Geometrie der Anlage von Arch. Kapfinger)
Mit der Entscheidung, wie die unterirdischen Einbauten angelegt werden, werden Weichen für zukünftige Nutzungsmöglichkeiten gestellt. Wir sind daher sehr interessiert an den Planungen, ebenso wie an der Entwicklung von Ideen für Verkehrslösungen.
Die Pavillons 16, 17, 18, 22 und 35 sind für Drittnutzung eingetragen. Unser Anliegen war immer die einheitliche Gestaltung der Anlage zu erhalten. Diese Idee ist in das 9-Punkte Programm der ExpertInnen als „ehebaldigst zu gründende Betreibergesellschaft“ eingeflossen. Wie ist das Zusammenspiel dieser nun verschiedenen Betreiber und Nutzer (CEU, verschiedene Drittnutzer, Spital, Kirche, GESIBA, …. ) vorgesehen, damit dieses Ziel möglichst weitgehend erreicht werden kann ?
Der Ostteil ist auch Teil ihres Gestaltungsauftrages. Gestaltungsmöglichkeiten werden durch jetzt laufende Bautätigkeit der GESIBA eingeschränkt:
Das Materiallager könnte lt. Bebauungsplan mit einem 14 m hohen Gebäude verbaut werden. Ebenso die Wohngebäude und Glashäuser der Gätnerei. (Die Bezeichnung SPK = Parkschutzgebiet ist irreführend – als die Auseinandersetzung noch nicht so freundlich war, habe wir es einen Etikettenschwindel genannt). Dass diese Widmung trotz Protesten erfolgt ist, lässt eine Bauabsicht vermuten. Diese Flächen sind aufgrund der Geländeformation für die zukünftige Gestaltung wesentliche Höhepunkte und Endpunkte von Sichtachsen.
Der West-Ost verlaufende Streifen von Wäscherei und Beschäftigungshäusern ist neben Denkmalschutz auch Teil der Schutzzone. Der geplante Umbau zu Wohnungen wäre besonders teuer und würde den Verlust von Räumen für zeitgemäße Beschäftigungsprojekte, Ausstellungsräume, Proberäume etc. bedeuten.
Im Westen wird das Kurhaus im Rahmen des Spitalsbetriebes schon lange nicht mehr adäquat genutzt. Das Schwimmbecken wird als Möbellager verwendet und der Veranstaltungssaal so gut wie gar nicht. Es ist zu überlegen, ob nicht auch für dieses prominent gelegene, außerordentliche Gebäude mit Schwimmbad und Teich davor eine geeignetere Nutzung angedacht werden könnte.
Wir danken für Ihre Bereitschaft unsere Ideen und Anliegen, auch solche, die über Ihren Auftrag hinaus gehen, an EntscheidungsträgerInnen weiter zu tragen und freuen uns auf regen Austausch .
Schönen Gruß ! Christine Muchsel und Wolfgang Veit
Otto Wagner Spital Nutzung
Steinhof-CEU


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