Bürgerinitiative „Steinhof als Gemeingut erhalten und gestalten“

„Für die Ärmsten das Schönste“, dieses Motto des Erbauers,
sollte auch weiterhin Maßstab für die Zukunft des
Otto Wagner Spitals am Steinhof sein.

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veröffentlicht am 3. November 2013 | von Bürgerinitiative Steinhof

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Das Otto Wagner Areal darf nicht leichtfertig verbaut werden!

Vor der Steinhofmauer wurde vergangene Woche ein Platz nach dem Psychiatrie-Reformer Stephan Rudas „Rudasplatz“ benannt, drinnen wird das Spital aufgelöst, psychisch Kranke werden in Zukunft nicht in einer Parklandschaft, sondern in Kästen wie dem AKH behandelt, Langzeittherapien werden aus Kostengründen zu Kurzzeit-Alibitherapien und in der Spitalsanlage beginnt der Ausverkauf nicht einmal an den Meistbietenden, sondern an den Nahestehendsten zum Schnäppchenpreis.

Hier der Text des von Christine Muchsel bei der Festveranstaltung verteilten Fllugblattes:

Das Otto Wagner Areal darf nicht leichtfertig verbaut werden !

Eine ExpertInnenkommission sollte nach kunsthistorischen, ökologischen und stadtplanerischen Kriterien prüfen, ob eine Verbauung im Osten der Anlage denkbar ist und, wenn ja, wo und in welchem Ausmaß. Diese Kommission kam zu folgenden Schlüssen:

1. Der Ostteil muss im funktionalen und räumlichen Zusammenhang mit dem Gesamtareal betrachtet werden.

2. Das Gesamtareal des OWS soll im Eigentum der öffentlichen Hand bleiben und kann mit zeitlich begrenzten Nutzungsrechten (z.B. im Baurecht) auf Basis genauer Gestaltungsrichtlinien vergeben werden.

3. Für das Gesamtareal sollen in Abhängigkeit der Absiedlungspläne Nachnutzungsszenarien entwickelt und kontinuierlich umgesetzt werden.

4. Eine ehestmöglich zu gründende Trägerbetriebsgesellschaft soll das ganze Areal verwalten.

5. Im Hauptteil und im westlichen Sanatoriumsbereich dürfen in den Freiflächen und zwischen den Pavillons keine Neubauten errichtet werden.

6. Für das gesamte Areal ist ein Parkpflegewerk auszuarbeiten.

7. Die Grünstreifen zwischen Sanatoriumsbereich und Hauptareal bzw. Ostareal sind wesentliche räumliche Ordnungselemente der Gesamtanlage und dürfen daher nicht oberirdisch verbaut werden. Die Achse Pathologie-Kirche muss frei bleiben.

8. Die Umnutzung aller Bestandsgebäude ist nur unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten möglich.

9. Es soll ein Testplanungsverfahren unter Teilnahme von ausgewählten, qualifizierten Architektinnen und Architekten im diskursiven Verfahren mit dem Expertengremium OWS stattzufinden, um potenzielle Baufelder und deren Gestaltung im Ostteil ausloten. Architektinnen aus dem Expertengremium können nicht Teilnehmer am Testplanungsverfahren sein, sie werden beratend eingebunden.

Diese potentiellen Baufelder scheinen gefunden. Sie zu verbauen bevor entschieden ist, was mit dem demnächst leer stehende Spital geschehen soll, wäre leichtfertig. Mit dem geplanten Auszug des Spitals bis 2024 entweicht das gesellschaftliche Leben aus den Gemäuern. Das OWS ist wie ein kranker Elefant, das OWS braucht keine Hyäne, die herausreißt, was leicht zu haben ist, keinen Großwildjäger, der sich die Stoßzähne nimmt und einen Kadaver zurück lässt. Das OWS braucht ein ganzheitliches Konzept und verbindliche Entscheidungen für eine Neubelebung.

Für die Bürgerplattform Steinhof: Christine Muchsel und Wolfgang Veit.

www.steinhof-gestalten.at

Facebook-Gruppe “Steinhof als Gemeingut erhalten”

steinhof@gmx.at BI Steinhof, c/o Club International,Payergasse 14, 1160-Wien


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