Bürgerinitiative „Steinhof als Gemeingut erhalten“

„Für die Ärmsten das Schönste“, dieses Motto des Erbauers,
sollte auch weiterhin Maßstab für die Zukunft des
Otto Wagner Spitals am Steinhof sein.

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OWS ows - pflanze

veröffentlicht am 28. Juli 2015 | von Wolfgang Veit

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Pressegespräche am 13.7.2015 im Cafe Votiv

Pressegespräche am 13.7.2015 im Cafe Votiv mit

Frau Prof. Jäger-Klein: Professorin für Architekturgeschichte an der TU-Wien, Sachverst. F. Denkmalpflege, ICOMOS-Expertin (International Council of Monuments ans Sites – zu deutsch internationaler Denkmalrat) und Mitherausgeberin des Buches über Steinhof, das dazu beitragen kann dass Menschen, die in diesem Buch blättern sich dieses Schatzes, den wir mit Steinhof haben, bewusst werden.
Die Professoren Lötsch und Knoflacher brauchen nicht extra vorgestellt zu werden, sie sind allen LeseInnen bekannt, bei der Veranstaltung waren sie als Vertreter des Wr. Naturschutuzbundes. Das OWS ist ja nicht nur ein Architektur- sondern auch Naturdenkmal, ein Stadtrand in dem Natur und Architektur eine einzigartige Symbiose eingegangen sind.

Christine Muchsel ist vielen in der Stadtverwaltung bekannt: Vor 34 Jahren war sie Pressesprecherin der Initiative, die zur Rettung der Steinhofgründe und heute ist sie Gründungsmitglied der BI Steinhof-gestalten.

In der Einladung stand:
Otto Wagner Areal – Gefahr im Verzug . Woher droht Gefahr ?

Das OWS steht unter Denkmalschutz und ist als Schutzzone im FWP ausgewiesen. Das hinderte die Stadt aber nicht im FWP Baumassen zu ermöglichen, die eine völlige Zerstörung der Anlage bedeutet hätten bzw. bedeuten würden, denn dieser FWP gilt noch heute – er muss geändert werden ! Ein Prozess der Verwertung, der Zerteilung der Anlage und ihre Privatisierung war voll im Gange, als sich unsere BI vor 5 Jahren konstituierte. Diesen Prozess konnten wir (bis jetzt) aufhalten, aber:

· Teile der Anlage, nämlich jene, die nicht mehr als Spital genutzt werden, sind in einem erbärmlichem Zustand – die eine Gefahr ist der Verfall

· Die andere Gefahr ist die Verbauung.
Der FWP ist nicht geändert, bauen will die Stadt nach den Wahlen.

· Eine weitere, vielleicht die größte Gefahr ist die nicht in Angriff genommene Planung für die Zeit nach der Spitalsnutzung daher droht das Herausgreifen von Gustostückerln, ein planloses Nebeneinander von nicht verträglichen Nutzungen mit den daraus folgenden Konflikten und der Verfall der schwer oder nicht verwertbaren Restbestände (Dekmalschutz)

Christine Muchsel gab einen kurzern Überblick darüber, was seit wir aktiv sind, geschehen ist und unsere Position zu den Handlungen der Stadt (Handlungen, denn Pläne gibt es keine)

Danach hielten Frau Prof Jäger Klein, Prof. Knoflacher und Prof. Lötsch ausführliche Referate darüber, was sie mit Steinhof verbindet, warum sie Steinhof und das OWS so sehr schätzen, dass sie bereit waren an der Veranstaltung mitzuwirken.

Viele Gedanken und Analysen deckten sich mit unseren Erfahrungen und Überlegungen, so maches war aber auch für uns neu. Wir werden – um diesen Bericht nicht ausufern zu lassen – in den folgenden Beiträgen darauf eingehen.

Einleitend ein paar Bemerkungen zu den Fotos:
Das Föhrenwäldchen, das ist eine der „baumlosen“ Flächen, die der Bürgermeister gegenüber dem Gemeinderat so bezeichnet hat, neben der Pathologie, auf denen die GESIBA plant moderne Wohnbauten zu errichten. Diese Lüge gegenüber dem gewählten Organ der Volksvertretung ist auch eine Missachtung der Demokratie an sich.

Die Natur erobert sich die denkmalgeschützten Gebäude. der wegkippende Treppenaufgang ist der der Pathologie und der lustige Baum auf dem Dach wächst auf Pavillon 8. Völlig korrekt sagt der Krankenanstaltenverbund, es ist nicht seine Aufgabe Gebäude, die er nicht mehr nutzt, zu erhalten. Würde der Baum entfernt, so bliebe ein großes Loch und – siehe oben – für´s Verschließen gibt´s kein Budget; daher wächst er weiter und verschließt mit seinen Wurzeln das Loch, das er selbst ständig vergrößert. Eine geradezu philosophische Art des Denkmalschutzes.


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