Bürgerinitiative „Steinhof als Gemeingut erhalten“

„Für die Ärmsten das Schönste“, dieses Motto des Erbauers,
sollte auch weiterhin Maßstab für die Zukunft des
Otto Wagner Spitals am Steinhof sein.

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veröffentlicht am 10. Juli 2016 | von Wolfgang Veit

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Prof. Knoflacher zu den Steinhof-Plänen der Stadt Wien

Prof. Knoflacher wurde beauftragt Alternative zum Lobautunnel zu entwickeln.  Ich hoffe, es ergeht im besser als den ExpertInnen der Steinhofkommission. Das waren ihre Vorschläge und das die Reaktion der Stadt Wien darauf:

1. Der Ostteil muss im funktionalen und räumlichen Zusammenhang mit dem Gesamtareal betrachtet werden. Wird missachtet, dieser Zusammenhang wird nicht beachtet. Es gibt keine Vorstellung, was aus dieser Anlage werden soll. Trotzdem wird konzeptlos daran herumgepfuscht.

2. Das Gesamtareal des OWS soll im Eigentum der öffentlichen Hand bleiben und kann mit zeitlich begrenzten Nutzungsrechten (z.B. im Baurecht) auf Basis genauer Gestaltungsrichtlinien vergeben werden. Wird missachtet. Gestaltungsrichtlinien gibt es nicht. Der VAMED Erweiterungsbau wurde von den ExpertInnen vorgeschlagen, um das schon dort schon stehende, nicht in die Anlage passende VAMED-Gebäude zu verbergen. Diese Sichtschutz ist ärger geworden als das, was er verbergen sollte – keiner von den ExpertInnen ist gefragt worden.

3. Für das Gesamtareal sollen in Abhängigkeit der Absiedlungspläne Nachnutzungsszenarien entwickelt und kontinuierlich umgesetzt werden. Wird missachtet. Ein Nachnutzungskonzept gibt es nicht, trotzdem werden konzeptlos zwischen Therapie- und Rehabilitationseinrichtungen Wohnungen hineingequetscht.

4. Eine ehestmöglich zu gründende Trägerbetriebsgesellschaft soll das ganze Areal verwalten. Wird missachtet. Eine solche Gesellschaft wurde nicht gegründet.

5. Im Hauptteil und im westlichen Sanatoriumsbereich dürfen in den Freiflächen und zwischen den Pavillons keine Neubauten errichtet werden. Diese Flächen sind vorläufig noch frei, doch die Anregung wird missachtet. Der noch immer gültige alte Flächenwidmungsplan würde eine Bebauung in großem Ausmaß ermöglichen, eine diesbezügliche Änderung lag schon vor der Wien-Wahl vor, ist aber noch immer nicht beschlossen.

6. Für das gesamte Areal ist ein Parkpflegewerk auszuarbeiten. Wird missachtet. Ein Parkpflegewerk wurde nicht erstellt.

7. Die Grünstreifen zwischen Sanatoriumsbereich und Hauptareal bzw. Ostareal sind wesentliche räumliche Ordnungselemente der Gesamtanlage und dürfen daher nicht oberirdisch verbaut werden. Die Achse Pathologie-Kirche muss frei bleiben. Noch ist sie nicht verbaut, der immer noch nicht geänderte Flächenwidmungsplan würde eine Verbauung ermöglichen.

8. Die Umnutzung aller Bestandsgebäude ist nur unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten möglich. Wurde bei VAMED-Erweiterungsbau und auch bei den GESIBA-Wohnbauplänen missachtet.

Mich wundert, dass die Mitglieder der ExpertInnenkommission über so viel Ignoranz ihrer Expertise nicht empört sind. Prof. Luchsinger hat bei einer Pressekonferenz gemeint: „Wenn jetzt nichts geschieht als dass ein paar Wohnungen gebaut werden, dann tritt er unserer Bürgerinitiative bei.“ Bald ist es so weit, wir werden ihn und gerne auch die anderen Mitglieder der Gruppe einladen

Ein Zitat von Prof. Knoflacher zu den Steinhof-Plänen der Stadt Wien:
„Wenn es in ganz Wien keinen m2 für Wohnbau mehr gäbe, erst dann dürfe man nachdenken dort zu bauen.“

Quelle: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/stadtpolitik/830511_Dagegen-dafuer-dagegen….html

 


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