Bürgerinitiative „Steinhof als Gemeingut erhalten und gestalten“

„Für die Ärmsten das Schönste“, dieses Motto des Erbauers,
sollte auch weiterhin Maßstab für die Zukunft des
Otto Wagner Spitals am Steinhof sein.

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veröffentlicht am 1. Februar 2020 | von Bürgerinitiative Steinhof

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BürgerInnenversmmlung am 30.1.2020

Unser bei der BürgerInnenversmmlung am 30.1.2020 verteiltes Flugblatt:

Verein „Steinhof als Gemeingut erhalten und gestalten“
www.steinhof-gestalten , Mail: steinhof@gmx.at,
Facebookgruppe: „Steinhof als Gemeingut erhalten und gestalten“

Postadresse: Cafe C.I., Payergasse 14, 1160-Wien
Spendenkonto: Easybank, IBAN: AT44 1420 0200 1095 0059
Was wir erreicht haben und was noch nötig ist :
Der Flächenwidmungsplan 2006 hat die Anlage zu Bauland gemacht und die Privatisierung vorbereitet. Alles sollte auf Einzelgrundstücke aufgeteilt und verkauft werden. Zwischen den Pavillons darf bis heute gebaut werden, das Ensemble kann zerstört werden.
Wir haben die Änderung des FWP 2006 erreicht !
Was wir positiv am Entwurf des FWP 2020 sehen:

Die Anlage bleibt öffentliches Eigentum, im Hauptteil und im Sanatoriumsbereichdarf nicht mehr gebaut werden, keine Aufteilung auf Einzelgrundstücke, keine Zäune oder Mauern, freie Zugänglichkeit.
Das ist ein großer Erfolg der engagierten Bevölkerung und wir haben allen Grund allen Menschen, die dazu beigetragen haben, zu gratulieren.Negatives:
Die Anlage wird nach außen durch die schön gestaltete Mauer und Zaun abgegrenzt. Man tritt im Osten durch Tor – und steht vor modernen Allerweltsbauten der GESIBA. Das Otto Wagner Spital ist die Zauberflöte, als Overtüre spielt die Ottiband. Diese architektonische Kulturlosigkeit muss gestoppt werden. Der Schaden ist angerichtet, weiterer Schaden ist vorbereitet:
Die denkmalgeschützte Gärtnerei mit ihren Glashäusern muss als solche erhalten bleiben. Am höchsten Punkt (derzeit ein in den Berg hinein gebautes Lager) darf nicht ein hohes Beton- und Styroporhaus gebaut werden. Die für diesen Bereich vorgesehene Widmung Parkschutzgebiet ist gut, aber sie darf nicht mit dem Zusatz BB7, dass Wohngebäude errichtet werden können, versehen werden. Das wäre Täuschung !
All diese Untaten wurden durch die sog. „Entwicklungsplanung“ vorbereitet. Entgegen der Behauptung im Antragsentwurf wurde diese nicht in Kooperation mit der Bürgerinitiative entwickelt.
Was jetzt noch geschehen muss !
Die Flächenwidmung ist ein erster Schritt. Die Infrastruktur muss erneuert, die Gebäude müssen für neue Nutzer adaptiert und renoviert werden. Das muss jemand übernehmen –
nämlich die von der ExpertInnengruppe geforderte Betreibergesellschaft. Sie muss endlich gegründet werden – unser Vorschlag: eine gemeinnützige kommunale Stiftung. Kontakte zu StiftungsmanagerInnen aus Österreich und Deutschland haben wir versucht herzustellen – es scheiterte bislang am Interesse der Stadt. Eine Stiftung soll das Gebiet verwalten und als Ansprech- und Vertragspartner für Interessenten fungieren, soll endlich den Vertrag mit der Central European University abschließen; Interessenten, die bisher ins Leere gelaufen sind, fänden in ihr einen Ansprechpartner.
Verschiedene Fraktionen in der Stadt müssen aufhören gegeneinander zu arbeiten, die Stadt muss endlich die in der Mediation entwickelte Zukunftsvision realisieren. Nötig sind: Interesse, klare Entscheidungsstrukturen, Mangement, Dialog mit der Bevölkerung. Notwendig ist auch, dass wir diesen Dialog einfordern !
Wenn Ihnen Steinhof wichtig ist: Nehmen Sie Ihr Recht in Anspruch !
Bis 20.2.2020 können Sie diesen Planentwurf online auf der Bezirksseite oder in der
MA21, Rathausstraße 14-16, 1010 Wien anschauen und schriftlich dazu Stellung nehmen: Plannummer 8139 angeben. Stellungnahme bei der MA 21 abgeben oder per Post senden
Foto: www.graffitimuseum.at, www.facebook.com/steinhofrehe


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One Response to BürgerInnenversmmlung am 30.1.2020

  1. Dr. Johanna Kraft says:

    es lohnt sich, die Beilagen zum Flächenwidmungsplan genau anzuschauen!
    erst da kann man die geplanten Tricks entdecken.
    Was bedeutet ein Parkschutzgebiet, in dem 40% Wohnverbauung mit 14m Traufenhöhe zulässig ist?

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